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Orientierung für Sachsen-Anhalt.
Vergleiche deine Positionen mit zugelassenen Parteien zur Landtagswahl 2026. Thesen plus kurze Prioritätsduelle.
Lieber selbst regieren? Im Entscheidungsmodus triffst du zwölfmal eine Wahl und siehst am Ende, wer sie mittragen könnte.
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Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende
Mehr als Prozente
Kompass, Radar und Überraschungstreffer zeigen dir, warum eine Partei zu dir passt.
Trade-off-Transparenz
Jede These zeigt, was auf dem Spiel steht. Für Entscheidungen, die du wirklich verstehst.
Die sechs Themen
Ausgangslage
Dafür spricht
Dagegen spricht
Was ist dir wichtiger?
Keine weitere Sachfrage: Mit dieser Entscheidung bestimmst du, welche Themen in deinem Ergebnis stärker zählen.
Deine Antworten auf die zwölf Thesen bleiben davon unberührt.
Wie wird in Sachsen-Anhalt gewählt?
Am 6. September 2026 wird der Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt. Du hast zwei Stimmen, und die zweite entscheidet über die Mehrheit im Landtag.
Zwei Stimmen, zwei Aufgaben
Erststimme: eine Person. Du wählst eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus deinem Wahlkreis. Wer dort die meisten Erststimmen bekommt, zieht direkt in den Landtag ein. Sachsen-Anhalt hat 41 Wahlkreise, also 41 solcher Direktmandate.
Zweitstimme: eine Partei. Du wählst die Landesliste einer Partei. Diese Stimme ist für die Sitzverteilung im Landtag maßgeblich, sie bestimmt also, wie stark jede Partei am Ende ist.
Wie aus Stimmen Sitze werden
Der Landtag hat 83 Sitze, davon 41 aus den Wahlkreisen und 42 über die Landeslisten. Die Verteilung folgt den Zweitstimmen, berechnet nach dem Verfahren Hare-Niemeyer.
In den Landtag kommt nur, wer mindestens 5 Prozent der gültigen Zweitstimmen erreicht. Eine Grundmandatsklausel gibt es in Sachsen-Anhalt nicht: anders als bei der Bundestagswahl helfen gewonnene Wahlkreise nicht dabei, die 5 Prozent zu ersetzen.
Warum der Landtag größer werden kann
Gewinnt eine Partei mehr Wahlkreise, als ihr nach Zweitstimmen zustehen, darf sie diese Sitze behalten. Damit das Kräfteverhältnis wieder stimmt, bekommen die anderen Parteien Ausgleichssitze, und der Landtag wächst über 83 Sitze hinaus. Der Ausgleich wird schrittweise berechnet und muss am Ende nicht vollständig sein, ein kleiner Rest an Mehrsitzen kann bleiben. Wie groß der Landtag wird, steht erst nach der Wahl fest. Zur Einordnung: der 2021 gewählte Landtag kam auf 97 Sitze.
Drei verbreitete Irrtümer
"Die Erststimme ist die wichtigere." Nein. Die Erststimme entscheidet, wer deinen Wahlkreis vertritt. Über die Mehrheitsverhältnisse im Landtag entscheidet die Zweitstimme.
"Eine kleine Partei zu wählen ist verschenkt." Das stimmt nur, wenn die Partei unter 5 Prozent bleibt. In Sachsen-Anhalt zählt diese Hürde strenger als im Bund, weil gewonnene Wahlkreise sie hier nicht ersetzen können.
"Der Landtag hat immer 83 Sitze." 83 ist die Mindestzahl, keine Obergrenze. Durch Mehr- und Ausgleichssitze wird er in der Regel größer.
Wer wählen darf
Wählen darf, wer Deutsche oder Deutscher im Sinne des Grundgesetzes ist, am Wahltag mindestens 18 Jahre alt ist (also spätestens am 6. September 2008 geboren), seit mindestens drei Monaten den Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt hat (also spätestens seit dem 6. Juni 2026) und nicht durch Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.
Briefwahl
Die Briefwahlunterlagen kannst du im Regelfall bis Freitag, 4. September 2026, 15 Uhr beantragen. Der Wahlbrief muss am Wahltag bis 18 Uhr vorliegen, später eintreffende Briefe zählen nicht. Wer per Post zurückschickt, sollte das bis spätestens Donnerstag, 3. September 2026, tun.
Angaben nach der Landeswahlleiterin Sachsen-Anhalt (wahlen.sachsen-anhalt.de), abgerufen am 10. August 2026.
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Politischer Kompass
Waagerecht die Wirtschaft: mehr Staat oder mehr Markt. Senkrecht die Gesellschaft: konservativ oder progressiv. Nicht das Parteienspektrum von links nach rechts.
Nähe im Kompass bedeutet inhaltliche Übereinstimmung, keine politische Empfehlung. Basiert auf deinen Antworten zu zwölf Thesen.
Die meisten Parteien liegen auf einer Diagonale (mehr Staat und progressiv bis mehr Markt und konservativ). Das ist typisch für westliche Parteiensysteme, nicht ein Fehler der Darstellung.
Der Kompass zeigt deine Grundrichtung auf zwei Achsen, waagerecht wirtschaftlich (mehr Staat oder mehr Markt), senkrecht gesellschaftlich. Die Prozentzahl in der Rangliste misst dagegen, wie oft du bei konkreten Thesen mit einer Partei übereinstimmst, deshalb können Reihenfolge und Kompass-Nähe voneinander abweichen.
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Überraschende Übereinstimmungen
Diese Parteien passen besser zu dir als erwartet.